Mittwoch, 27. August 2014

Methode: Atemübung


Methode: Atemübung

Kennen Sie das: Ihnen läuft die Zeit davon, Sie stehen unter Druck oder haben das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen?

Oftmals hasten wir, angetrieben von selbstproduziertem Stress atemlos durchs Leben. Es fehlen uns die Momente, in denen wir entspannen und richtig durchatmen können. Auch unterdrückte Gefühle, wie Angst oder Nervosität führen zu  falscher Atmung. Eine hastige und flache Atmung löst Verkrampfungen aus und führt auf Dauer zu Blockaden.

Eine Atemübung kann helfen, Verspannungen vorzubeugen oder sie zu lösen:

  1. Atmen Sie ganz normal durch die Nase: Einmal ein und wieder aus.
  2. Atmen Sie jetzt bewusst tief ein und tief aus. Achten Sie darauf, dass der Ausatem genauso lang ist wie der Einatem.
  3. Beim nächsten Einatmen stellen Sie sich jetzt vor, dass Sie beim Einatmen die Arme hochheben und weit nach hinten strecken. Die Brustmuskulatur dehnen. Nur vorstellen! Nicht ausführen! Beim Ausatmen nehmen Sie die Arme geistig wieder runter. Überprüfen Sie nun, ob Sie bei Ihrem Atem einen Unterschied zu vorher feststellen können.


Führen Sie diese Atemübung einige Minuten fort, bis Sie sich entspannt fühlen. Genießen Sie den Moment der Ruhe und das Gefühl, dass Ihr Körper neue Energie getankt hat.

Diese leicht umsetzbare Atemübung kann schon viel bewirken und zu mehr Entspannung führen. Oder probieren Sie es in Ihrem nächsten Coaching aus.

Herzlichst
Ihre
Margret Fischer

Dienstag, 8. April 2014

Feedback als Methode

Die gute Nachricht ist, dass sich offenes und effektives Feedback lernen lässt. Die schlechte Nachricht ist, dass diese Methode oft angewendet wird in einem nicht passenden Kontext, wobei es schnell zu Verletzungen der Persönlichkeit kommen kann.


Intention der Methode Feedback ist, störende Verhaltensweisen zu korrigieren.
Hierbei ist ein offener und wertschätzender Umgang mit Gefühlen und Kritik notwendig. Meistens tut Feedback erst einmal weh, ist peinlich, löst eine Abwehrreaktion aus oder führt zu einer Verteidigung des Selbstbildes auf Seiten des Feedbacknehmers. Schnell wird deutlich, dass wirkungsvolles Feedback nur von einer Person gegeben werden kann, von der ein Feedback auch gewünscht wird. Das ist selten bei hierarchischen Strukturen der Fall. Eine hervorragende Konstellation ist: Kunde und Coach.


Feedback-Nehmer: 
1.             Selbstbild prüfen
2.             Beziehung klären
3.             Wirkung von Verhalten erkennen
4.             Aktiv und lernbereit zuhören
5.             Bedanken ohne Rechtfertigung

Feedback-Geber:
1.             Beobachten und wahrnehmen
2.             Gedanken und Gefühle äußern
3.             Auswirkungen auf eigens Erleben schildern
4.             Verbesserungsvorschläge  kommunizieren
5.             Form: beschreibend, konkret, zeitnah, gut dosiert, angemessen, Ich-Botschaften,wertschätzend

Es ist zunächst einfacher im 1:1 Setting Feedback zu üben. In einer Gruppe sollte die Methode gut eingeführt werden, um ihre Möglichkeiten zu entfalten.Voraussetzung ist eine respektvolle, wertschätzende und empathische Haltung aller Gruppenmitglieder. Daher eignet sich eine Coaching-Ausbildung für einen gruppendynamischen Feedback Prozess.

Feedback als Methode ist eine gute Konfliktprophylaxe.

Ihre 
Margret Fischer




Donnerstag, 16. Januar 2014

Scham als wichtige Emotion im Coaching


Scham und Forschung
Die Forschung charakterisiert vier wesentliche Merkmale der Scham  (Izard, 1994; Lewis, H. B. 1971/1987; Ulrich & Mayring 1992; Roos 1988):
  • Erhöhte Selbstaufmerksamkeit
  • Diskrepanz zwischen realem und idealem Selbst
  • Bezug auf soziale Situationen
  • Ein positiver oder neutraler Befindenszustand wird plötzlich unterbrochen
Scham gehört in der Regel zu den Emotionen. Wie Körper, Kognition und Emotion hierbei miteinander verknüpft sind ist nicht hinreichend erforscht. Emotionen geben die Kognition grob vor und lassen sich wiederum von ihr beeinflussen. 

Begriffskontext der Scham
Tomkins: Demütigung, Niederlage, Verfehlung, Entfremdung.
M. Lewis: Schüchternheit, Scheu, Bescheidenheit, Verlegenheit, Kränkung, Demütigung, Geringschätzung, Verachtung des Selbst, Unzulänglichkeit, Gelähmtheit, Beschämung.
Zimbardo: Befangenheit, Sorge um das Management des Eindrucks auf andere, Sorge um soziale Einschätzung und anderes mehr.
Modigliani: Verlust der Selbstachtung.

Wie drückt sich Scham aus?
Der Übergang zwischen Verlegenheit, Peinlichkeit, Scham, Schuld und sozialer Angst ist fließend. Scham wird von Menschen individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen. Sie zeigt sich u. a. als Körperempfindung in Form von Zittern, Herzrasen, Schwitzen, Erröten, Verkrampfen - in Gedanke wie "Ich bin lächerlich/ weniger wert/ bloßgestellt/ peinlich" "Ich würde am liebsten im Boden versinken, mich in Luft auflösen." - in Stimmungen wie Trauer, Niedergeschlagenheit etc.


Scham nicht haben wollen
Um Scham nicht zu spüren, haben Menschen viele unterschiedliche Abwehrmechanismen entwickelt. Manche geben sich kühl, arrogant oder werden aggressiv, versuchen statt ihrer selbst den anderen zu beschämen. Andere werden still, geben sich bescheiden, stellen ihr Licht unter den Scheffel, um nicht bloßgestellt zu werden.

In unserer Gesellschaft gibt es viele Schamauslöser: Arbeitslosigkeit, Armut, Alter, Krankheit, Schönheitsmakel, Erfolglosigkeit und verpasste Chancen. 

Lernen Sie Ihre Scham in einem innerpsychischen Prozess, ganz individuell durch Coaching zu integrieren.

Ihre Margret Fischer

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Ich wünsche Ihnen besinnliche Weihnachten. 
Authentische Beziehungen, Verletzlichkeit, Liebe und Frieden!
Für 2014 ernste, realistische und echte Ziele...


Herzlichst
Margret Fischer




Samstag, 23. November 2013

Aktives Zuhören im Coachingprozess und in Beziehungen


Aktives Zuhören ist die Basis für Kommunikation im Coaching. Es fördert das Vertrauen zwischen Kunde und Coach, sowie das Vertrauen des Kunden in sich selbst. Aktiv Zuhören heißt, meinen Gesprächspartner im Coaching dort abzuholen, wo er gerade steht. Aktives Zuhören ist erlernbar. Es sollte als eigenständiger Lernbereich innerhalb aller Coachingansätze seinen Platz finden. Auf semantischer Ebene dient das
bewusste Hören zur Förderung des wertfreien Verstehens. Darüber hinaus gestaltet
es Beziehungen in der Form, dass gegenseitige Wertschätzung aufgebaut wird.

Einstellungen des aktiven Zuhörens in einer personzentrierten Coachhaltung:
  • in mein Gegenüber hineinversetzen
  • mich körperlich zuwenden (Haltung, Gestik, Mimik)
  • meine Themen und mich zurückstellen
  • mich für den Kunden als Menschen interessieren
  • Beweggründe und Gefühle des anderen erkennen wollen
  • den anderen als Menschen bejahen und respektieren
  • eine positive Haltung entgegenbringen

Das aktive Zuhören ist spezieller Bestandteil der Gesprächsführung nach Carl R. Rogers. Er veranschaulicht den Prozess des Hörens und Verstehens in vier Stufen:
  1. Wahrnehmen/ Erkennen
  2. Zuordnen
  3. Abwägen/ Beurteilen
  4. Antworten
Ziele beim Einsatz des aktiven Zuhörens:
Interpersonelle Ebene: Vertrauensaufbau/ Wertschätzung
Semantische Ebene: Vermeidung von Unklarheiten
Rhetorische Ebene: Zeit gewinnen

Laut Thomas Gordon (2005: 1) sind wichtige Gründe für aktives Zuhören:
  • Verminderung von Missverständnissen
  • Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen
  • Förderung der Empathie
  • Verbesserung von Problemlösungen
  • Einfachere Verhaltenskorrektur
  • Lernen durch Feedback
Fazit: Aktives Zuhören ist die Basis jeder Kommunikation: Selbstvertrauen, Selbstreflexion und die Kommunikation mit sich selbst werden angeregt. Wie Paul Watzlawick festgestellt hat, ist bei Kommunikation „Missverstehen die Regel und Verstehen die Ausnahme“. Durch den Einsatz des Aktiven Zuhörens werden deutlich Missverständnisse minimiert.

Folgende Fragen können Sie sich stellen:
  • Wie schaffe ich es, mich ganz auf meinen Gesprächspartner einzulassen? 
  • Was gelingt mir gut, was weniger gut beim Aktiven Zuhören? 
  • Welche Rahmenbedingungen empfinde ich als günstig? 

In meinen Coaching-Ausbildungen können Sie Aktives Zuhören lernen und professionalisieren.

Ich freue mich auf eine effiziente Zusammenarbeit
Margret Fischer

Montag, 28. Oktober 2013

Personzentriertes Coaching | Herzstück meiner Arbeit

Der Personzentrierten Ansatz wurde von Carl R. Rogers (1902 – 1987), einem amerikanischen Psychologieprofessor ins Leben gerufen. Er wurde in Deutschland in den 60er Jahren verbreitet und ist eng mit der universitären Lehre und Forschung verbunden. Heute wird er nicht nur in der Psychotherapie angewendet, sondern auch in Pädagogik, Erwachsenenbildung, Management, Personalentwicklung und auch im Coaching.

Was wirkt im Coaching?
Ich erlebe die Wirksamkeit des Personzentrierten Ansatzes tagtäglich sowohl im Coaching als auch in der Coaching-Ausbildung. Die 3 wichtigsten Variablen hierbei sind:
  1. Akzeptanz
  2. Empathie
  3. Kongruenz
Aus diesen Grundelementen entwickelte Rogers, empirisch belegte notwendige und hinreichende Bedingungen für eine erfolgreiche Beziehungsgestaltung zwischen Coach und Kunde. Effektivität und Effizienz im Coaching werden nicht durch den speziellen Einsatz von Methoden und Techniken realisiert, sondern durch eine personzentrierte Haltung.

Welches sind die Merkmale hilfreicher Beziehungen und wie können sie in der Praxis genutzt werden?
Als förderlich gilt eine Beziehung dann, wenn sie die Persönlichkeitsentwicklung und Veränderungsbereitschaft des Kunden erkennbar fördert. Im Mittelpunkt steht also nicht die Lösung des Problems, sondern die persönliche Entwicklung, die ihrerseits zur Klärung des Problems führt. Der Kunde ist also Experte seiner Selbst.

Relevanz findet Personzentriertes Coaching in meiner Praxis bei folgenden Themen:
  • Individuelle und situative Führung
  • Stressreduktion
  • Berateraufgaben
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Coachingerfolg mehr und mehr von der Beziehung zwischen Coach und Kunde abhängt.

Ihre 
Margret Fischer

Dienstag, 22. Oktober 2013

Twitteraccount gesperrt | Your account is suspended

Mein Twitteraccount @Margret_Fischer war letzte Woche von Dienstag Abend bis Sonntag gesperrt. Im ersten Moment hat es mich sehr unangenehm berührt. Ich habe mich gefragt: Was habe ich falsch gemacht? Hat jemand meinen Account gehackt? Habe ich einen Virus auf dem Rechner? Ist mein Passwort eigentlich sicher?

Im Prinzip hatte ich versucht mich anzupassen, an die Gepflogenheiten von mir gefolgten - und für interessant  befunden - Profilen. Das war offensichtlich gegen die Twitter-Regeln. Von aggressivem Folgeverhalten und Beleidigungen habe ich keinen Gebrauch gemacht. Natürlich habe ich das Anliegen zunächst einmal "gegoogelt":

Herr Apel http://trickr.de/huch-twitter-account-gesperrt-und-dann/ und ich empfehlen folgendes Vorgehen:

  • Zusichern, dass man sich an die Twitter-Regeln hält
  • Versichern, dass alle Verstöße nicht beabsichtigt waren, alle Zusatzprogramme deaktiviert sind und Regelverstöße in Zukunft nicht mehr vorkommen
  • Sich darauf einstellen, dass sich niemand meldet und sich in Geduld üben
  • Atmen, abwarten und Tee trinken

Der Account wurde mit dieser netten Nachricht wieder aktiviert:

"Hallo,Twitter hat Spam-Systeme, die das Verhalten von Accounts überprüfen und Nutzer automatisch sperren, die den Anschein haben, Spam zu veröffentlichen. Anscheinend hat eine unproportional hohe Anzahl an Nutzern, inklusive solchen, denen Du folgst oder @Erwähnungen geschickt hast, Deinen Account entweder blockiert oder als Spam gemeldet."

Mein Fazit: Wenn ich Twitter zur Kommunikation nutze, dann werde ich gesperrt, weil dann zu viel Interaktion entsteht. Die Sperrung war jedenfalls der beste Marketing Effekt, den ich mir hätte wünschen können. Vielen lieben Dank :-)

Ihre Margret Fischer